Pollen

Pollen – Blütenstaub

Blütenstaub oder Pollen ist wie der Honig ein Sammelprodukt der Bienen. In erster Linie  dienen Pollen zur Ernährung der Brut und wird von ihnen in Form kleiner Klümpchen, den sogenannten „Höschen“ an den Hinterbeinen in den Bienenstock  getragen. Die Pollenkörner fallen in einen untergeschobenen  Behälter. Die Pollen sind reich an Eiweiß und Fetten sie enthalten Kohlenhydrate aber vor allem große Mengen an Vitaminen, besonders der B-Gruppe, und Mineralien.

  • Wie sammelt die Biene die Pollen?

Beim Blütenbesuch bleiben die Pollenkörner im Haarkleid der Biene hängen. Während des Flugs werden die Pollenkörner an die Hinterbeine gebürstet und es entstehen die Höschen.
Ein geeignetes Gitter vor dem Flugloch zwingt die Bienen dazu einen Teil davon abzustreifen.
Die Pollenkörner fallen in einen untergeschobenen Behälter. Der Imker erntet jeden Tag die Pollen und trocknet diese da sie einen hohen Wassergehalt aufweisen.
Der Imker achtet aber auch darauf  nicht zu viele Pollen den Bienen wegzunehmen.
Sind in der Natur nicht allzu viele Blüten vorhanden so fällt das Pollenangebot sehr spärlich aus und die Entwicklung der Bienenvölker wird unter Umständen  stark gebremst. Es kann gar so weit gehen dass die Brut nicht ausreichend versorgt wird und die Bienenvölker zugrunde gehen.
Im Frühjahr sind die  ersten pollenliefernden Pflanzen Haselnuss, Erlen, Weiden, Kornelkirsche, Seidelbast, Schneerose und Zaubernuss.

  • Welche Eigenschaften hat der Pollen?

Von den Bienen gesammelter Blütenpollen wird als Mittel gegen Abgespanntheit, Frühjahresmüdigkeit, Schwächezustände und Alterserscheinungen allgemeiner Art empfohlen. Er belebt Appetitlosigkeit und stärkt den geschwächten Organismus kranker Menschen. In besonderen Fällen hilft er auch gegen Heuschnupfen, und man sagt ihm einen lindernden Einfluss bei Prostataleiden nach.
Auch wenn keine exakten medizinischen Beweise vorliegen gibt es immer mehr pharmazeutische Präparate in denen er verarbeitet wird und in der Apotheke angeboten wird. Und wenn er auch sonst nichts weiter bewirken sollte ein natürliches, hochwertiges Polyvitaminpräparat ist er auf  alle Fälle.

  • Anwendung?

Evtl. teelöffelweise in beliebiger Flüssigkeit.
Oder man mischt ihn (in getrockneten Zustand) mit einem Mixer in einen unkristallisierten Honig ein. Wie viel?  Die Zähigkeit der entstehenden Masse setzt der zu verarbeiteten Pollenmenge von selbst Grenzen.

Aber das allerwichtigste…………………

Die Biene als Bestäuberin

Um Samen und Frucht zu tragen , benötigt die Mehrzahl der Blütenpflanzen den Beflug  geeigneter Insekten. Diese haben die Aufgabe, die (männlichen) Pollenkörner aus den Staubbeuteln der Blüte auf die Narbe des  (weiblichen) Fruchtknotens  mit der Samenanlage zu übertragen.
Unsere Honigbiene ist zur Bestäubung von Obst- und Beerengehölzen, Gewürz- und Gemüsepflanzen und vielen landwirtschaftlichen Futter und Nutzpflanzen aber auch für die mannigfachen Wildpflanzen in Wald und Flur unentbehrlich.
Andere Insekten wie Schmetterlinge, Fliegen, Wildbienen und Hummeln helfen mit bei der Bestäubung.
Es ist die Bienenmasse die hauptsächlich dazu beiträgt. Was die Honigbiene noch besonders geeignet macht ist ihre Blütenstetigkeit. Ganz einfach erklärt, die Biene wechselt nicht, z.b  von der Haselnuss zum Löwenzahn, sondern verbleibt auf der Haselnuss bis diese abgeerntet ist und erst dann wird gewechselt.
In den Ostanbaugebieten sind die Bienen nicht mehr wegzudenken, jährlich stellen dort etliche Imker ihre Bienenvölker auf.
Es ist bewiesen wenn eine mangelnde Bestäubung vorliegt der Apfel krüppelig und klein ausfällt auch die Qualität lässt zum Wünschen übrig. Ebenso ist dies bei anderen Obst- oder Beerensorten zu beobachten.
Landwirte die Kürbispflanzen anbauen sind für die Aufstellung von Bienenvölkern am Feldrand sehr dankbar.
Auch Rosen werden von den Bienen beflogen.